Der Büddel

Bald in Flensburg!

Auch auf Facebook

und Instagram!

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Liebe Fans und Unterstützer,

 

Es ist schon einige Zeit her, sowohl hier als auch auf Facebook, dass ich mich gemeldet habe.  Ich habe lange gebraucht, um meine Gedanken rund um die Gründung und das Projekt niederzuschreiben.

 

Erst einmal möchte ich mich recht herzlich bei allen meinen Unterstützern, Beratern und Fans bedanken. Fast wöchentlich erhielt ich erwartungsvolle Zuschriften, auf die ich immer ernüchternd antworten musste. "Wir stehen im schwersten Teil einer Existenzgründung. Der Finanzierung."

 

Ich wollte im Inneren schon immer das Thema Plastik von dieser Welt schaffen.

Langsam, aber Schritt für Schritt, wurde ich meinem Konsum bewusst; war erschrocken. Erschrocken über unsere Gesellschaft - Die "Wegwerf-Gesellschaft". Aber die Schule vereinnahmte mich noch zu sehr.

 

Angefangen hat das Projekt vor mehr als anderthalb Jahren zwischen meinen Abiturprüfungen, als ich mich für meinen weiteren Lebensweg entscheiden musste. Ich konnte mich für keine Ausbildung und kein Studium wirklich begeistern, aber ich hörte erneut von Unverpackt-Kiel (lieben Gruß an Marie Delapierre an dieser Stelle) und mir war sofort klar: Das will ich auch!

 

Also informierte ich mich über die Grundlagen der Existenzgründung und verfasste den sog. Businessplan. In Rücksprache mit der IHK wurde hier und da gefeilt.

Letztendlich war mir bewusst: Alleine schaffe ich den Alltag in diesem Laden nicht.

 

Ich trat auf Hannah zu, die, wie sie im vorgehenden Blogeintrag schrieb, direkt begeistert war. Zusammen setzten wir uns über den Plan, kontaktierten verschiedenste Händler für Angebote zwecks Einrichtung, Waren und Co. und besuchten sogar zwei Messen!

Ich fand, wir hatten eine gute Zeit, aber energie- und zeitraubend war das Ganze schon. 

 

Unüberlegt und schlecht begleitet veröffentlichten wir eine CrowdFundingKampagne, die unser nötiges Kleingeld einspielen sollte. Wir als zwei frische Abiturienten hatten nicht das Kapital, was wir brauchten. Gute 45.000€, puh!

Wir sammelten Spende über Spende, ließen das Tageblatt und die Flensborg Avis über uns berichten, verteilten etliche Flyer. Aber es fehlte etwas. Mit guten 120 Unterstützern und etwa 3900€ lief die Kampagne "erfolgslos" aus. Und wir hatten noch einige Flyer übrig!

Bis hierhin wussten wir auch nicht wirklich, WO wir eröffnen könnten?

 

Wir gestanden uns ein, alles etwas überschätzt zu haben, und setzten uns wieder zurück auf Start und überlegten. Durch unsere Artikel in der Zeitung haben wir viele Menschen kennengelernt. Hannah hat sogar unabhängig vom Projekt den ersten Flensburger Minimalistenstammtisch gegründet!

Diese Personen haben uns schon während des CrowdFundings beraten und unterstützt wo sie konnten, einige tun dieses noch immer. Danke hierfür!

 

Nun, hier standen wir, am Anfang, und wussten erstmal gar nicht, wie es weiter gehen soll. Unsere Idee zu Studieren hatten wir schon verworfen - und es war zu spät noch anzufangen.

Demnach zurück an den Schreibtisch: Plan B muss her. B steht für Bank.

 

Zusammen mit einer Steuerberaterin wurden unsere Zahlen überarbeitet und es stellte sich nach und nach heraus, dass es nicht "nur" 45.000€ werden, sondern wir bei guten 100.000€ landeten. Hier entschied sich Hannah dazu, das Projekt nicht weiter zu begleiten, aber ich erfreue mich noch immer über regen Austausch jeglicher Dinge mit ihr!

Danke Dir für deine Begleitung.

 

Jetzt, wo ich weiß, wie viel Geld ich benötige, wird mir bewusster, wie schwierig es wird, daran zu kommen. Die Banken finden diese Idee zwar gut - aber überzeugt war leider keine davon.

Folgende Kritikpunkte kamen hervor: Junges Alter, mangelnde kaufm. Qualifikationen, kein Eigenkapital. Außerdem sei die Standortwahl wenig erfolgsversprechend.

Außerdem glauben sie einfach nicht an die "Tragfähigkeit". Soll heißen: Flensburg will diesen "Unverpackt-Laden" nicht.


Hier zweifle ich an. Oft höre ich von vielen wie sehr sie sich diese Alternative wünschen. Lese auf Facebook, höre von Freunden und Bekannten - sogar auf der App "Jodel".

Viele kommen von sich aus auf mich zu und bieten ihre Hilfe an. Danke dafür - Aber ich weiß selten, wo man mir wirklich helfen kann - denn theoretisch ist alles fertig, es fehlt nur noch das Geld.

 

Die letzten 3 Monate sitze ich nun dabei, komme nicht voran, aber will das Projekt nicht einfach aufgeben. Vieles drehte sich bei mir nun darum, mein Netzwerk auszuweiten und einfach alle die ich kenne anzusprechen. So auch Geschäftsleitungen, Manager, Kollegen und Familie. Aber irgendwie... es traut sich keiner so wirklich.

 

Aber ich, ich bin überzeugt:

Flensburg braucht einen "Unverpackt"-Laden!

Flensburg will einen Unverpackt-Laden!

Flensburg kriegt einen Unverpackt-Laden!

 

Ich denke wirklich, dass Flensburg bereit für eine solche Alternative ist. So arbeite ich täglich intensiv an Plan C. Nein, nicht "C" für Crowd-Funding, aber ich suche eine Alternative, um anders an Geld ranzukommen.

Außerdem beginne ich auch langsam am Standort zu zweifeln. Angelburger Straße am Hafermarkt. - Soll laut vielen tot sein, aber nach Norderstraße die alternative Ecke Flensburgs. Außerdem stadtnah, Uni-Nähe und - zwar mit etwas Glück - Parkplätze direkt vor der Tür. Von der Bushaltestelle mal abgesehen. Leider sind wenige Gewerbeflächen frei in Flensburg, viele sind sehr teuer oder passen nicht zu dem Konzept. Aber ich bin überzeugt von der Angelburger Straße.

 

Wirklich um einen Standort bemühen lohnt sich auch wieder erst, wenn ich weiß, wie ich das Projekt finanzieren kann. Die Banken wollen nicht. Will Flensburg?

 

Plan C sieht wie folgt aus:

Es gibt zwei Möglichkeiten:

- Der Büddel fängt mikroklein an und braucht seine Zeit bis wir auf unser Ziel hinwachsen. Ich stelle eine kleine ausgewählte Produktpalette bereit, die per Mail, Online, Telefon oder SMS bestellt werden kann. 2x die Woche liefere ich diese zu euch.

Hier bindet die Lebensmittelsicherheitsüberwachung mir etwas die Hände. Denn auch bei einer Art "Lieferdienst" müssen alle Hygienevorschriften eingehalten werden.

Lagerraum (belüftet, abwaschbare Decke, Wände, Boden...), Küche (belüftet, drei Waschbecken, abwaschbare Decke, Wände, Boden....) - Also auch eine gute Investition.

Was mich an diesem Konzept stört, ist zwar nicht in erster Linie der Aufwand, sondern hier fällt komplett das Erlebnis vom "unverpackten" Einkaufen weg. Man sieht nicht seine Waren, kann sie nicht selbst abfüllen, sie probieren, riechen/schmecken, aber die "günstigste" Variante, um überhaupt etwas "unverpackt" für Flensburg zu erschaffen.

 

- Variante zwei wären eine Art von Privat-Darlehen. Hier geht es um eine Art Einlage zu vorher festgelegten Konditionen die ein Grundkapital ermöglichen. Anders als beim CrowdFunding handelt es sich hier nicht um eine Spende, aber ein Investment. Realistisch gesehen bleibt dabei auch noch immer das Risiko sein Geld zu verlieren aber sollte gern so schnell wie möglich an den Bereitsteller zurückfließen. Letztendlich ist dieses dann von eurem Einkaufverhalten abhängig, ob "Der Büddel" überlebt oder nicht.

Eben um an ein solches Darlehen ranzukommen, legte ich viel Energie und Kraft in das Netzwerken. Aber hier beschränkte ich mich wohl zu sehr auf meinen Bekanntenkreis. Die einzige Möglichkeit, darüber hinaus zu gehen ist eine Veröffentlichung. Hier ist sie.

 

Meine Idee ist es nun, interessierte Leute zu finden, die ihr Geld verleihen. Bevor ich aber alles unterschreibe und an mich nehme, würde ich es - ähnlich wie beim CrowdFunding - auf einer Liste sammeln, und bei Erreichen der Mindestsumme letztendlich alle Verträge abwickeln.

Und die Mindestsumme? Setzt sich zusammen aus Einrichtung und Ausstattung und hängt von vielen Faktoren ab. Soll ich z.B. zu Beginn ein Bistro mit einbinden? Wird Wert auf Holzregale gelegt, oder reichen Regale aus Metall wie im Supermarkt? Hier gilt es dann noch viel zu überdenken! Ich weiß auch noch nicht, wie ich die Informationen zusammensammeln soll. Melden sich überhaupt dann genügend Leute? Oder gibt es einen, der sich mit in die Projektleitung traut? Viele Gedanken schweben in meinem Kopf.

 

Sogern ich dieses Projekt für Flensburg auch ermöglichen möchte, kommt auch irgendwann der Zeitpunkt, wo man loslassen sollte. Wenn ich merke, es wird aussichtslos, muss ich mich, wie Hannah, erst einmal auf andere Dinge im Leben konzentrieren, und die Idee, den Plan und alles andere in die Schublade packen. Vielleicht holt man sie ja irgendwann wieder hervor.

 

 

Wie sind Eure Gedanken und Ideen dazu? Bin ich mit festem Ziel vor Auge zu blind und übersehe etwas? Schreibt Kommentare oder Mails. Kontaktiere mich auf Facebook!

 

Euer Tom

 

 

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