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Das Team wird single

26.02.2017

Hallo Ihr Lieben,

Gerechterweise habt Ihr alle ein Interesse daran, was unser Projekt die letzen paar Wochen so macht. Bedauerlicherweise hat sich Hannah dazu entschlossen, das Vorhaben nicht weiter zu Begleiten. Demnach arbeite ich, Tom, allein weiter an unserer Idee. Ich kann diesen Schritt sehr gut nachvollziehen, denn ein Vorhaben wie dieses bringt Verantwortung, Pflichten und Risiken mit sich, welche die Lebensplanung durcheinander wirft. Trotzdem bedanke ich mich herzlich bei Hannah für die tolle Unterstützung und wüsche Ihr alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg. (Wobei ich denke, dass wir den Kontakt weiter halten werden)

 

 

Es Folgt ein „kurzes Statement“ von Hannah:

 

„Ihr Lieben,

 

es fällt mir ganz und gar nicht leicht, diese Zeilen zu schreiben.

Die letzten Monate waren eine turbulente, wenn auch wunderschöne und lehrreiche Zeit. Es war toll zu sehen, wie sich auch auf Facebook immer mehr Leute unserer Sache anschließen und auch das Interesse nicht abreißen lassen. Fast täglich werde ich gefragt, wie es läuft und werde mit gutgemeinten Ratschlägen, Tipps und Gerüchten überhäuft.

 

Und doch habe ich gemerkt, wie ich mich immer öfter bei solchen Gesprächen aus der Affäre gezogen habe und teilweise mehr Bedenken geäußert habe als mein Gegenüber. Ein gewisses Maß des Zweifels und Hinterfragens ist durchaus zu erwarten bei einem so großen Vorhaben, wenn nicht sogar wünschenswert für eine gesunde Selbsteinschätzung. Doch wenn sich Zweifel manifestieren, sich mit nagender Beständigkeit unbarmherzig in den Hinterkopf bohren, ist es Zeit Bilanz zu ziehen und seine Beweggründe unter die Lupe zu nehmen.

 

 

Das Ergebnis dieser Reise und der daraus zu ziehenden Konsequenzen waren sehr schmerzlich, aber irgendwo auch zu erwarten und ziemlich befreiend. Mir ist bewusst geworden, das ich kein Mensch bin, der sich gerne versklavt. Ich kaufe - wo möglich - regional, bio und plastikfrei, um mich nicht dem Diktat unpersönlicher Multi-Konzerne zu beugen. Ich verkleinere meinen materiellen Besitz, um nicht direkt oder indirekt mit der Pflege und Erhaltung dieser Dinge beschäftigt zu sein. Ich verschenke gerne Dinge oder biete Tauschgeschäfte an, um im Umgang mit meinen Mitmenschen nicht permanent von wirtschaftlichen und monetären Interessen angetrieben zu werden. Ich unterwerfe mich nicht gerne gesellschaftlichen Zwängen oder Normen, wenn sich aus ihnen kein nennenswerter Nutzen oder Sinn erschließt.

 

Das alles steht jedoch auch konträr zur Selbständigkeit und dem Büddel. Denn diesem wäre ich zu 100% verpflichtet und noch dazu dem riesigen Schuldenberg bei der Bank. Darüber hinaus gingen Toms und meine Vorstellungen darüber, welche Ausmaße und Form der Laden annehmen sollte, langsam, aber sicher auseinander. Die Prognose für die Zukunft sähe also nicht sehr rosig aus: Mein Ehrgeiz und die Hingabe für das Plastikvermeiden an sich würden mich einige Zeit am Laufen halten. Doch nach längerem „Zähnezusammenbeißen“ und „Augenverschließen“ würde ich das Ganze wohl eher als beengend und unerträglich empfinden. Damit wäre natürlich keinem geholfen. Und deshalb ziehe ich lieber hier den Schlussstrich als an dem Punkt, an dem er nicht mehr freiwillig, sondern pure Notwendigkeit wäre.

 

In Zukunft werde ich also nicht mehr an vorderster Front kämpfen und die volle Verantwortung tragen, sondern Tom von der Seitenlinie beistehen und ihn unterstützen, wenn er mich darum bittet. Ich hoffe, diesen Schritt nachvollziehbar gemacht haben zu können.

 

Ich war zu keiner Zeit unehrlich. Als ich mich entschied, mit Tom einen Laden zu eröffnen, habe ich das nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern das zu dem spezifischen Zeitpunkt gut durchdacht und absolut so gemeint. Denn das Thema Plastik ist mir eine Herzensangelegenheit und ich wünsche mir sehnlichst, dass es endlich eine solche wirkliche Einkaufsalternative gibt. Zusammen mit den steigenden Erwartungen und der Vorfreude der Öffentlichkeit habe ich mich aber zusehends in eine Rolle drängen lassen, die ich so gar nicht mehr wollte.

 

An alle, die mich trotzdem belächeln und als naiv oder inkompetent bezeichnen wollen – nur zu. Ihr solltet euch jedoch in Gedanken rufen, dass ihr euch in keinerlei Weise in mein Leben und meine Umstände hineinversetzen könnt. Je weniger Details man kennt, desto schöner lässt es sich doch urteilen, oder?

 

 

Jedenfalls verabschiede ich mich hiermit aus dem Blickfeld und überlasse Tom das Feld.

 

 

Mit den wärmsten Grüßen und vielen Entschuldigungen,

 

Hannah“

 

 

 

Wie geht es weiter? Nun, ich stelle mich der Herausforderung und nehme das Risiko des Kredites bewusst in Kauf. Ich hege zwar auch hier und dort meine Zweifel, halte aber an der Idealvorstellung fest, und bin überzeugt, dass Wir - Flensburg – dafür bereit sind und es schaffen.

 

 Weiter möchte ich mitteilen, dass die Eröffnung sich bis Herbst 2017 verschiebt, da ich weiterhin an einem geeigneten Standort arbeite. Ich musste wieder einmal feststellen, dass das Umsetzen der Hygienevorschriften in einem Betrieb viel Geld kosten (wird). Kapital, welches ich nicht habe. Es ähnelt fast einem Glücksspiel genau das Objekt zu finden, was auf Anhieb passt und mich (und die Bank) überzeugt. Vielleicht setze ich meine Ansprüche auch zu hoch, und möchte von Beginn an ein Geschäft ermöglichen, welches zum Wohlfühlen einlädt und modern und gehoben wirkt. Ich kann auch einfach auf Standard Metall-Regale wie im Supermarkt setzen – finde aber Möbel aus/mit Echtholz einfach ansprechender und für das Projekt passender – Obwohl im Nachhaltigkeitsaspekt (und Hygieneaspekt) wohl Eisen besser abschneidet.

 

Vielleicht sollten wir einfach mal unsere Mitstreiter befragen und eine Diskussion eröffnen, ob ihr euch zu Beginn auch mit einer einfachen Einrichtung zufrieden gebt, und Der Büddel dann mit Euch (im Sinne des „Gemeinschaftsprojektes“) zu dem Wächst, was Flensburg möchte.

 

 

Wir hören uns! Schreibt uns einfach eure Gedanken und Ideen.

 

Euer Tom

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